Teeanbau – Jahrtausende in einer Tasse. Wie trinkt ihr euren Tee? Mit Zucker und Zitrone? Oder lieber pur? Mich haben meine Reisen zu einem echten Tee-Fan gemacht.

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Seit Jahrtausenden trinken Menschen Tee. Nur Wasser wird häufiger konsumiert. Einst Heilmittel, später Luxusgut, ist Tee heute überall erhältlich. In Asien wurde er für mich zum festen Reisebegleiter.

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Ob schwarz, grün, weiß oder Oolong – die Blätter stammen immer von Camellia sinensis, der Teepflanze ab. Ihre immergrünen Sträucher wachsen in heißen, feuchten Gegenden. Zum Beispiel hier in Chiang Rai, ganz im Norden Thailands. Die Oolong-Tees aus diesem Anbaugebiet zählen zu den besten der Welt.

Ob schwarz, grün, weiß oder Oolong – die Blätter stammen immer von Camellia sinensis, der Teepflanze ab.

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Hier sieht man Pflückerinnen in der Provinz Zhejiang am Ostchinesischen Meer. Sie ernten Lung Ching, den berühmten Drachentee. Dieser blumige grüne Tee wird während der Produktion geröstet. So erhält er sein an Maronen erinnerndes Aroma.

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Über 13 Millionen Menschen arbeiten weltweit in der Teeindustrie. Viele erhalten Löhne, die kaum zum Leben reichen. Das gilt insbesondere für die Frauen, die auf den Plantagen die Tees pflücken, Unkraut jäten und die Pflanzen beschneiden.

Einst Heilmittel, später Luxusgut, ist Tee heute überall erhältlich.

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Schwarzer Tee entsteht, indem die Blätter in der Sonne welken. Danach rollt man sie, um die Zellstruktur aufzubrechen, was die Fermentation und Oxidation fördert. Grüner Tee hingegen wird nach der Ernte kurz erhitzt, um die Fermentation zu verhindern. So erhält er sein zartherbes Aroma und die goldene Farbe in der Tasse.

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In China verarbeiten meist Kleinbetriebe die frische Ernte weiter. Das Erhitzen erfolgt in einem Wok-ähnlichen Kessel. Arbeiter wenden die frisch geernteten Teeblätter darin so lange von Hand, bis ihnen genügend Feuchtigkeit entzogen ist.

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Weil grüner Tee nur kurz erhitzt wird, bleiben viele gesunde Inhaltsstoffe erhalten. Er schützt das Herz, lindert Entzündungen und hilft bei Bluthochdruck. Und er schmeckt wunderbar.

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Teepflanzen gelten als äußerst langlebig. Bei guter Pflege können sie bis zu 100 Jahre alt werden. Weil die Plantagen nicht ständig neu bepflanzt werden müssen, ist Tee eigentlich ein nachhaltiges Gewächs.

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Tee wächst nicht nur in Asien, sondern auch in Afrika. Doch China ist der größte Produzent – und vermutlich auch die Wiege des Tees. Archäologen fanden im Grab eines Kaisers der Han-Dynastie eine 2.200 Jahre alte Teeprobe.

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Der Legende nach trank der chinesische Kaiser und Kräuterkundler Shen Nung 2737 v. Chr. die erste Tasse Tee. Während sein Diener Wasser abkochte, fiel ein Teeblatt hinein. Shen Nung probierte den Aufguss und war von Geschmack und Wirkung begeistert. 

Vor allem China hat mir gezeigt, was Tee sein kann: Eine Auszeit, ein Ritual und ein Superfood.

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In den Bergen Koreas bot mir eine Straßenhändlerin ein Bündel Teeblätter an. Sie verkaufte auch Pilze und Maronen. Die koreanische Teekultur soll älter sein als die japanische. Da der Großteil der Produktion im Land bleibt, sind koreanische Tees in Deutschland eher selten.

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Dieser grüne Tee stammte aus einem Geschäft in Fukuoka, im Norden Japans. Anders als in China, wo man grünen Tee in Pfannen erhitzt, dämpft man ihn in Japan schonend. Diese Tees nennt man Sencha. In dem Laden konnte man sie direkt probieren.

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Täglich werden weltweit 15 Millionen Tassen Tee getrunken. Seit meiner ersten Indienreise 1971 habe ich selbst unzählige davon genossen. Doch vor allem China hat mir gezeigt, was Tee sein kann: eine Auszeit, ein Ritual und ein Superfood.

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Kleine Früchte, große Kunst: Luk Chup. Sie schimmern wie winzige Kirschen, Mangos oder Chilis. Doch das Obst und Gemüse in Miniaturformat ist eine Süßigkeit.

Helmut Haase

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